PKW-Vorschriften im In- und Ausland

Die Nichtbeachtung von Verkehrsvorschriften wird in Deutschland streng geahndet, mit dem Ergebnis, dass die Zahl der Verkehrstoten drastisch zurückgegangen ist. Gerade wenn Feiertage oder Ferien anstehen, werden die Kontrollen verschärft, da viele Autofahrer versuchen möglichst schnell ihr Urlaubsziel zu erreichen. Wer mehr als siebzehn Punkte in der Verkehrssünderdatei wegen zu schnellen Fahrens gesammelt hat, muss ebenso zur MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung), wie derjenige, der mehrfach mit Alkohol oder Drogen am Steuer erwischt wurde oder durch aggressives Fahren und andere strafrechtlich verfolgte Verkehrsdelikte aufgefallen ist. In dieser Untersuchung wird untersucht, ob der Führerscheininhaber über die notwendige Fahreignung verfügt, im Gegensatz zur landläufigen Meinung gibt es die MPU nicht erst seit der Einführung des Punktesystems, sondern bereits seit 1954.

Nicht nur in Deutschland, auch im Ausland sind dicke Bußgeldkataloge üblich. Bis zum Inkrafttreten der europaweiten Geldbußvollstreckung am 28. September 2010 konnten Autofahrer nach Verkehrsverstößen außerhalb Deutschlands nach Hause zurückkehren und mussten keine Verfolgung fürchten – inzwischen sieht das etwas anders aus, Geldbußen über siebzig Euro können auf Ansuchen des betroffenen Landes auch in der Bundesrepublik vollstreckt werden.

Viele Verkehrsverstöße sind in Deutschland lediglich mit einer Verwarnung belegt, andere mit einem Bußgeld und Punkten in der Verkehrssünderdatei. So kosten Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts bis zwanzig Stundenkilometer maximal fünfunddreißig Euro, danach folgen Punkte und ab einunddreißig Stundenkilometer der Führerscheinentzug bis zu drei Monaten. Bei Drogen- und Alkoholkonsum kennt der Staat keine Gnade. Die Promillegrenze liegt bei 0,5 Promille, der erste Verstoß kostet fünfhundert Euro und bringt einen Monat Fahrverbot, der Zweite bereits eintausend Euro und drei Monate und wer das dritte Mal erwischt wird, zahlt 1500 Euro, verliert seinen Führerschein für drei Monate und wird zur MPU aufgefordert. Das Fahren unter Alkohol oder Drogen zählt ebenso wie Nötigung und ähnliche Delikte zu den strafrechtlich verfolgten Verkehrsverstößen und kann weitere gravierende Folgen wie Haft nach sich ziehen. Für spezielle Feiertage, wie Christi-Himmelfahrt, wo die Vatertags-Gelage scheinbar nur mit übermäßigem Alkoholgenuss Spaß machen, sollte man deshalb nüchterne Fahrdienste vereinbaren.