Tönungsfolien

Dunkle, glänzende Tönungsfolien sehen nicht nur besonders cool auf den Fahrzeugen aus. Sie verleihen jedem Pkw eine besondere Optik, die an Stretchlimousinen und Agentenfahrzeuge erinnert. Doch das attraktive Äußere ist es nicht allein, was Autofahrer veranlasst, sich Folien auf die Heck- und hinteren Seitenscheiben zu kleben oder kleben zu lassen. In erster Linie bieten diese Schutzfolien einen sehr guten Schutz vor zu viel Hitze im Fahrzeug, zu viel Sonneneinstrahlung, die sich negativ auf die Gesundheit auswirken kann und vor begehrlichen Blicken.

So sorgen Folien z. B. dafür, dass ein Autodieb die Aktentasche auf dem Rücksitz nicht von außen erspähen kann. Die Hitze- und Sonnenschutzfunktion ist besonders nützlich, wenn man im Auto kleine Kinder oder Tiere transportieren möchte. Einmal ganz abgesehen davon, dass man den Nachwuchs oder das Tier als Beifahrer nicht über einen längeren Zeitraum unbeobachtet im heißen Auto sitzen lässt. Schon nach wenigen Minuten besteht ansonsten Lebensgefahr. Denn in den warmen Monaten kommen schnell im Auto 60 °C und mehr Innentemperatur zustande. Mit den angebrachten Schutzfolien und anderen Maßnahmen ist es zwar etwas kühler, trotzdem eignet sich eine solche rollende Sauna nicht, um kleine Kinder oder Tiere längere Zeit darin sitzen zu lassen. Wer Tönungsfolien aufbringt, entzieht sich dennoch nicht seiner Verantwortung. Das gilt im Übrigen auch für die Straßenverkehrsordnung. Sie besagt, dass nur im Heckbereich des Fahrzeugs abdunkelnde Scheibenfolien angebracht werden dürfen. Wohl jedem Fahrer leuchtet ein, dass getönte Folien auf der Frontscheibe oder den beiden vorderen Seitenscheiben die Sicht erheblich erschweren würden. Schnell könnte durch die Folie ein anderes Fahrzeug oder ein Mensch übersehen werden und es kommt zu einem folgenschweren Unfall, wie ihn jeder Autofahrer gern vermeiden will.