Fahranfänger sind auch Versicherungsanfänger

Als Fahranfänger hat man es ja an sich schon nicht ganz so leicht, man konzentriert sich noch stark beim Fahren und die anderen Mitbenutzer der Straße stellen sich nicht immer als gerade vorbildlich dar und machen es dem Fahranfänger schwer. Aber ganz klar wird einem die schwere Situation besonders beim Abschluss einer Autoversicherung. Mehr oder weniger deutlich wird man darauf hingewiesen, dass die Ungeübtheit nicht gerne gesehen wird. Die Prämie wird um einiges teuerer sein, als die der Fahrer, die den Führerschein schon einige Jahre besitzen. Bis zu 250 Prozent mehr muss man bezahlen, will man als Fahranfänger tatsächlich einen eigenen Wagen fahren.

Da die ersten Autos generell aber nicht gerade Luxuswagen sind, kann es sogar vorkommen, dass die Versicherung beinahe soviel kostet, wie das Auto selbst. Damit dass nicht so ist, kann man einige gute Tipps anwenden. Man kann etwa ein Elternteil und die Versicherung bitten, den eigenen Wagen als Zweitwagen anzugeben. Somit kann man von der Versicherungsklasse 0 auch schon mal zur Stufe 1 oder 2 aufsteigen. Allerdings muss beachtet werden, dass man so keine eigenen schadensfreien Jahre sammeln kann, sich die Chance also wieder nicht ergibt, bald weniger zu zahlen und tatsächlich unabhängig zu werden. Manche Versicherungen drücken aber auch ein Auge zu, wenn die Eltern des Fahranfängers gute Kunden sind und selbst nicht mit allzu vielen Schäden die Prämien auslasteten. Zu Beginn fährt es sich zwar noch nicht ganz so leicht, aber zumindest sehr vorsichtig. Und daher kann man auch auf Teil- und Voll- Kasko verzichten, zumindest so lange, bis man schadensfreie Jahre gesammelt hat. Die Klausel „Werkstattbindung“ erleichtert dem Fahranfänger aber das Herz. Sie bedeutet zwar eine Bindung an bestimmte Werkstätten und einen geringen Zusatzbetrag, allerdings können anfallende Reparaturen dadurch besonders günstig veranlasst werden.

Günstiger kommt es den Fahranfänger übrigens auch, wenn er bei der Versicherung angibt, das Auto alleine zu nutzen. Das sollte er dann selbstverständlich auch tun. Damit sind Schäden, die andere Fahrer außer dem Versicherten machen, nicht abgedeckt. Wenn aber tatsächlich nur der Fahranfänger fährt, ist diese Regelung eine schöne Chance auf eine Ersparnis.